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Milliardengrab in der Ostsee stoppen!

Das Dialogforum Feste Fehmarnbeltquerung „feierte“ gestern fünfjähriges Bestehen. Am Forum beteiligen sich unter anderem Vertreter der Bahn, der Kommunen und der Handelskammern. Ergebnisoffen ist das Forum jedoch nicht. Denn ein Ausstieg aus dem Mammutprojekt ist ausgeschlossen. Hierzu erklärt Herbert Behrens, Obmann der Linksfraktion im Verkehrsausschuss des Bundestages:

„Die Feste Fehmarnbeltquerung ist weder verkehrstechnisch noch wirtschaftlich zu rechtfertigen. Die geplanten Baukosten für die Bahnstrecke zur Hinterlandanbindung sind laut Bundesrechnungshof schon vor Baubeginn von 800 Millionen auf 2,3 Milliarden Euro gestiegen. Die Gesamtkosten haben sich seit Ratifizierung des Staatsvertrags nahezu verdoppelt.“

„Leider lässt sich im Rahmen des Dialogforums die eigentlich notwendige Konsequenz, ein Ausstieg aus dem Projekt, nicht ziehen“, so Behrens weiter. „Aber noch ist nichts in der Ostsee versenkt worden, die Ausstiegskosten sind überschaubar. Das Geld sollte für eine sinnvolle Ertüchtigung der bestehenden Verkehrsverbindung über die Jütlandroute verwendet werden.“

Auch in ökologischer Hinsicht ist das Projekt mit massiven Risiken verbunden. Zum Bau des längsten Absenktunnels der Welt müssten 19 Millionen Kubikmeter Sand und Kies umgegraben werden, was einem Großteil der Ostsee mit Sedimenten bedecken würde. Zudem würden die Güterzuge die Ruhe stören und Touristen abschrecken. „Die Fehmaraner bangen zurecht um die Natur und ihre Existenz, die zum Großteil vom Tourismus abhängt.“