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Dumpinglöhne für den Bau der Fehmarnbelt-Querung

Bis zum Jahr 2018 sollen die Ostseeinsel Fehmarn und die dänische Insel Lolland durcheine 19 Kilometer lange, feste Querung verbunden werden. Die „Fehmarnbelt-Querung“ solldie Fahrzeit zwischen Hamburg und Kopenhagen von viereinhalb auf drei Stundenverkürzen. Die Gesamtkosten des Vorhabens werden auf zehn Milliarden Euro geschätzt.Experten warnen vor den massiven ökologischen Folgen und zweifeln am ökonomischenund verkehrspolitischen Nutzen des Projekts. DIE LINKE hält die bestehende „schwimmendeQuerung“ per Fährverbindung für völlig ausreichend und unterstützt seit Jahren den Protestdes „Aktionsbündnisses gegen eine feste Fehmarn-Beltquerung“.

Bis zum Jahr 2018 sollen die Ostseeinsel Fehmarn und die dänische Insel Lolland durcheine 19 Kilometer lange, feste Querung verbunden werden. Die „Fehmarnbelt-Querung“ solldie Fahrzeit zwischen Hamburg und Kopenhagen von viereinhalb auf drei Stundenverkürzen. Die Gesamtkosten des Vorhabens werden auf zehn Milliarden Euro geschätzt.Experten warnen vor den massiven ökologischen Folgen und zweifeln am ökonomischenund verkehrspolitischen Nutzen des Projekts. DIE LINKE hält die bestehende „schwimmendeQuerung“ per Fährverbindung für völlig ausreichend und unterstützt seit Jahren den Protestdes „Aktionsbündnisses gegen eine feste Fehmarn-Beltquerung“.

Der Bundestagsabgeordnete Herbert Behrens (DIE LINKE) hatte im vergangenen Monat
einen 17 Punkte umfassenden Fragenkatalog an den dänischen Belt-Betreiber „Femern A/S“
gerichtet. Nun liegt dem norddeutschen Verkehrspolitiker das Antwortschreiben vor. Es
bestätigt, dass Femern bei der „Ausarbeitung der KostAenschätzung“ mit Niedriglöhnen aus
China und Polen kalkuliert hat. Es sei „wirtschaftlich am vorteilhaftesten (...) für eine Brücke Stahl aus China und Beton aus Polen und Deutschland zu verwenden bzw. Elemente eines Absenktunnels in Polen zu fertigen“, heißt es in dem Femern-Schreiben vom 16. Mai. Das Papier stellt auch das Versprechen in Frage, dass während des Querungs-Baus zahlreiche Arbeitsplätze auf deutscher und dänischer Seite entstünden. Demnach bleibt es der Femern Belt überlassen, die Standorte für Produktionsstätten frei auszuwählen. Dafür ist auch hier eine Umweltgenehmigung erforderlich.

Die Querung soll Platz für eine vierspurige Autobahn und eine zweigleisige Zugtrasse bieten.
Nachdem jahrelang eine für Zugvögel und die Schifffahrt problematische Schrägseilbrücke
favorisiert wurde, empfiehlt die Femern A/S nun „einen Absenktunnel als bevorzugte
Bauwerkslösung“. Herbert Behrens warnt vor den „erheblichen Sedimentverwirbelungen“, die
beim Bau eines Absenktunnels entstünden. Diese wiederum hätten fatale Auswirkungen auf
die Meeresbiologie. Der Verkehrspolitiker kritisiert außerdem, dass verträglichere
Alternativen wie ein Bohrtunnel, z.B. mit Schildvortrieb unter Verwendung von Bentonit, nicht ausreichend geprüft worden seien.