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Beltquerung 21? Proteste gegen Tunnelblick!

DIE LINKE. unterstützt die norddeutschen Proteste gegen eine feste Fehmarnbeltquerung. Die heutige Demonstration vor der CDU Regionalkonferenz mit Bundeskanzlerin Merkel in Lübeck, fordert das Projekt zu stoppen. Dänische Medien berichten von einer Kostenexplosion von 22 Prozent für den Bau der Beltquerung.Nun wird eine Tunnellösung anstelle der bislang favorisierten Schrägseilbrücke diskutiert. Dazu erklärt der norddeutsche Verkehrspolitiker Herbert Behrens:

 

DIE LINKE. unterstützt die norddeutschen Proteste gegen eine feste Fehmarnbeltquerung. Die heutige Demonstration vor der CDU Regionalkonferenz mit Bundeskanzlerin Merkel in Lübeck, fordert das Projekt zu stoppen. Dänische Medien berichten von einer Kostenexplosion von 22 Prozent für den Bau der Beltquerung.Nun wird eine Tunnellösung anstelle der bislang favorisierten Schrägseilbrücke diskutiert. Dazu erklärt der norddeutsche Verkehrspolitiker Herbert Behrens:

„Frau Merkel sollte ein ‚Beltquerung 21‘ vermeiden, heute die Notbremse ziehen und mitDänemark die Ausstiegsoption des Staatsvertrags verhandeln. Es ist absurd, wenn die Bundesregierung auf der einen Seite Sozialleistungen kürzt, auf der anderen Seite aber teure Großprojekte ungefragt weiterplant. Die Bürgerinnen und Bürger akzeptieren diese Politik nicht mehr.
Zu Zehntausenden gehen sie in Stuttgart und in Gorleben auf die Straßen.

Die feste Beltquerung würde sieben bis zehn Milliarden Euro kosten. Auf die Bundesrepublik Deutschland kommen mehr als zwei Milliarden Euro zu. Die Diskussion ob Brücke oder Tunnel löst die Fragen der Hinterlandanbindung nicht. Es gibt keine raumverträgliche Trassenführung. Den Güterverkehr von und nach Skandinavien durch die touristischen Bäderorte Schleswig-Holsteins zu führen ist unverantwortlich. Ein Tunnelblick hilft hier nicht weiter!
Die aktuell diskutierte Tunnellösung ist zudem eine Mogelpackung. Aus Kostengründen wird lediglich ein Absenktunnel geprüft, der ökologisch sehr bedenkliche Folgen hat. Doch selbst die verträglichste Lösung lenkt davon ab, dass es für dieses Großprojekt keinen verkehrspolitischen Bedarf gibt.
Die Bahn hatte im Sommer 2010 ihre Güterverkehrsprognosen auf
75 Züge pro Tag halbiert. Für die auf der Strecke erwarteten 6.000 PKWs pro Tag wird anderswo nicht mal ein Verkehrskreisel gebaut.

Wenn die Bundesregierung keine Einsicht zeigt, könnten auch unsere dänischen Nachbarn handeln und uns ersparen, dass die Beltquerung das Stuttgart 21 des Nordens wird. Das dänische Folketing will bis 2013 die Entscheidung über den Bau der Querung treffen. Sie könnten die Entscheidung vorziehen und das Projekt heute beerdigen“.