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Baggerarbeiten verschlingen Milliarden

Im Zuge von Vertiefungs- und Erhaltungsmaßnahmen werden jährlich Millionen Kubikmeter Grund aus Elbe, Weser und Ems entnommen und umgelagert. Das geht aus einer Kleinen Anfrage des Bundestagsabgeordneten Herbert Behrens (DIE LINKE) hervor. Am stärksten sind Außen- und Unterelbe betroffen. Damit die Fahrrinne auch für die großen Containerschiffe befahrbar bleibt, wurden zwischen 1990 und 2016 350 Millionen Kubikmeter aus dem Flussbett entnommen und an andernorts verklappt. Die Außen- und Unterems folgen mit 240 Millionen Kubikmetern. In Außen- und Unterweser waren es im gleichen Zeitraum 140 Millionen Kubikmeter. Die Gesamtkosten für diese Maßnahmen belaufen sich auf rund 2,8 Milliarden Euro.

Hierzu erklärt Behrens: „Wir können uns die umweltschädlichen Flussvertiefungen und die versenkten Steuermilliarden auf Dauer sparen, wenn es zu einer Hafenkooperation kommt. Die Containerschiffe werden größer, ihr Tiefgang wächst. Die Möglichkeit zum Vertiefen der Flüsse ist allerdings begrenzt. Die Häfen müssen sich auf ihre Stärken konzentrieren, anstatt im direkten Wettbewerb miteinander zu
konkurrieren. Wir brauchen eine öffentliche Stelle, die den Schiffsverkehr koordiniert. Sie könnte die Schiffe abhängig von Größe, Tiefgang und Ladung und Kapazität auf die Häfen verteilen.“

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