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Sauerstoffsättigung ist besorgniserregend

Rundfahrt im Hamburger Hafen
Rundfahrt im Hamburger Hafen

2001 wurde die letzte Elbvertiefung abgeschlossen. Nun soll der Fluss noch weiter ausgebaggert werden. Im Rahmen seiner Sommertour informierte sich Herbert Behrens in Hamburg auf einer „Alternativen Hafenrundfahrt“ des Förderkreises „Rettet die Elbe“ über die Folgen der bisherigen Vertiefungen, die Hafenerweiterung und die Gewässerverschmutzung.  Mit dabei waren auch Vertreter der LINKEN aus Hamburg und Buxtehude. „Wir sind auch für den Hafen“, stellte Herbert Nix vom Förderkreis Rettet die Elbe klar. „Aber es soll alles vernünftig ausgelegt werden.“

Schwefelreicher Billigdiesel
Zur Sprache kam die hohe Abgasbelastung durch Kreuzfahrt- und Handelsschiffe. Anders als an Land seien bei Schiffen keine Abgasfilteranlagen vorgeschrieben. Schiffsdiesel ist deutlich schwefelreicher, aber nur halb so teuer wie Landdiesel. „Man kann diese Maschinen auch mit Landdiesel fahren“, stellte Nix klar. Er fordert „richtigen Sprit oder Abgasreinigungsanlagen, wie das auch an Land vorgeschrieben ist“.

Gewässerqualität

„Die Gewässerqualität ist besser geworden“, so Nix. Aber „2.000 Abwasserrohre führen direkt in den Hafen“. Sie seien zwar genehmigungspflichtig, doch „eigentlich weiß die Umweltbehörde nicht, was die Firmen einleiten.“

Schlechte Sauerstoffsättigung
Die Sauerstoffsättigung der Hamburger Elbe ist laut Nix vor allem im Sommer besorgniserregend. Und es werde „seit der letzten Elbvertiefung immer schlechter“. Ein Indikator seien die Algen, die aus Richtung Oberelbe nach Hamburg gelangten. „Kurz vor Hamburg leben die alle noch.“

Folgen der Vertiefungen
Die Elbe wurde ab 1825 ausgebaggert und „in 200 Jahren von vier auf 14,50 Meter vertieft“. Der Tidenhub sei in den letzten 100 Jahren auf 1,20 Meter gestiegen. Bei der letzten Elbvertiefung im Jahre 2001seien „18 Millionen Kubikmeter Sand“ entnommen worden. Bei der nun geplanten Vertiefung sind es laut laut Nix 42 Millionen Kubikmeter. „Je tiefer ich einen Fluss mache, je mehr Volumen strömt ein, je mehr Sedimente werden transportiert“, warnte Nix. Er bezweifelt, dass die Vertiefung überhaupt nötig ist. Es müsse zwischen „tatsächlichem Tiefgang“ und  „Konstruktionstiefgang“ der Schiffe unterschieden werden. „Die meisten Schiffe kommen tideunabhängig.“

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