4. April 2017

Maritime Konferenz lässt Hafenbeschäftige absaufen

Bei der 10. Nationalen Maritimen Konferenz diskutierten Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Gewerkschaften heute über die Auswirkungen der Digitalisierung auf die deutschen Häfen. Der Verkehrspolitiker Herbert Behrens nahm für DIE LINKE an der Konferenz teil. Die Abschlusserklärung kritisierte er scharf: „Den angeschlagenen Hafenbetrieben wirft die Bundesregierung den goldenen Rettungsring in Form von Steuermilliarden zu. Ihnen werden unter anderem der Ausbau mit Breitband-Internet bezahlt und Fördermittel zur weiteren Automatisierung ihrer Betriebe zur Verfügung gestellt.“

„Die Belegschaften in den Häfen müssen trotzdem weiterhin um ihre Arbeitsplätze bangen. Wenn Maschinen künftig die Logistik übernehmen wird das Auswirkungen auf die bestehenden Berufsfelder in den Häfen haben. Ein konkreter Fahrplan, wie zum Beispiel eine Sicherung der Arbeitsplätze oder die Weiterbildung der Beschäftigten erfolgen, wurde auf der Konferenz nicht ausgearbeitet“, kritisiert Behrens.

DIE LINKE fordert, dass Steuersubventionen für die maritime Wirtschaft an konkrete Zusagen der Hafenbetreiber zu Gunsten der Belegschaften geknüpft werden. „Durch die Automatisierung dürfen keine Arbeitsplätze vernichtet werden. Der Einsatz von Leiharbeit und von Werkverträgen muss unterbunden werden. Die deutschen Seehäfen werden im internationalen Wettbewerb nur bestehen können, wenn wir zu einer umfassenden Hafenkooperation kommen“, so Behrens.