12. Juli 2017

Betonideologie gefährdet Klimaziele

„In den letzten Jahrzehnten wurde in Sonntagsreden die Verlagerung von Güterverkehr auf die Schiene gepredigt, aber der Ausbau der Bahninfrastruktur zu Gunsten neuer Autobahnen vernachlässigt. Diese gelebte Betonideologie führt alle Klimaziele ad absurdum, denn gerade im Verkehrssektor steigen die CO2-Emissionen stetig“, kommentiert Herbert Behrens, Obmann der Fraktion DIE LINKE im Verkehrsausschuss des Bundestages, die heute von der Allianz pro Schiene vorgestellte Studie zu Verkehrsinvestitionen in Europa. Der Verkehrsexperte weiter:

„Seit 2003 ist der Straßengüterverkehr trotz Einführung der LKW-Maut extrem angestiegen. Trotzdem will die Bundesregierung bis 2030 die gleiche Investitionsstrategie fahren wie bisher. Das ist am neuen Bundesverkehrswegeplan ganz eindeutig abzulesen, denn die Mittelaufteilung zwischen den Verkehrsträgern bleibt exakt dieselbe wie in den Jahren zuvor. Mit den Betonköpfen in der Bundesregierung ist keine ökologische Verkehrswende zu machen, die angesichts der miserablen Klimabilanz des Verkehrs dringend nötig ist. Wer entgegen aller Fakten blinde Straßenbaupolitik betreibt, handelt völlig verantwortungslos und sollte aus dem Amt entfernt werden.“