29. November 2016

Behrens beantragt Streichung der B74n

Bundesverkehrswegeplan ist am Freitag Thema im Bundestag

„Weil die geplante Ortsumfahrung B74n kaum Entlastung bringt und die Natur massiv schädigt, hat DIE LINKE ihre Streichung aus dem Bundesverkehrswegeplan beantragt“, sagt der Osterholzer Herbert Behrens (MdB, DIE LINKE). Den Antrag legte Behrens in der vergangenen Woche im Verkehrsausschuss des Bundestages vor. Der Bundesverkehrswegeplan und somit auch die B74n ist Freitag auch Thema der Debatte im Bundestag.

Behrens kritisiert auch die Instrumentalisierung der Sammelverordnung Hammeniederung/Teufelsmoor. „Hier wird unter dem Deckmantel des Naturschutzes der Bau einer Bundesstraße durch eine einzigartige Naturlandschaft ermöglicht. Nur wenn die derzeit europarechtlichen Vogelschutzgebiete wieder in nationales Landschaftsschutzgebiet umgewidmet werden, kann gebaut werden. Ein Absurdum.“

DIE LINKE hat längst umsetzbare Alternativen zur B74n vorgelegt. „Ein Großteil der täglich 20.000 Fahrzeuge in Scharmbeckstotel gehört Pendlern aus Osterholz-Scharmbeck und dem Nordkreis“, sagt Behrens. „Anstatt immer neue Millionen durch den Bau nutzloser Straßen zu verschwenden, wäre das Geld im Aufbau eines pendlerfreundlichen Nahverkehrs gut investiert. Dazu gehören die Einführung von kostengünstigen Schnellbussen und die Aufstockung der Zugtakte auf der Strecke Bremen - Bremerhaven. Nur so wird es eine zeitnahe Entlastung für Scharmbeckstotel und Ritterhude geben. Darüber hinaus ist das Radverkehrsnetz zu sanieren."