1. Februar 2012

Bundestagsabgeordneter unterstützt Bündnis für die Schlecker-Beschäftigten

Landkreis Verden. Der Bundestagsabgeordnete der LINKEN im Bundestag und frühere Gewerkschaftssekretär Herbert Behrens aus Osterholz-Scharmbeck unterstützt die Forderung der Gewerkschaft ver.di nach einem Bündnis für die Schlecker-Beschäftigten.

Herbert Behrens: „Nicht Anton Schlecker sondern Tausende von Verkäuferinnen und Verkäufer haben Schlecker aufgebaut und ein großes Vermögen geschaffen. Wohin sich die geschätzten zwei Milliarden Euro Privatvermögen verflüchtigt haben sollen, kann ich mir nicht vorstellen!

Im Landkreis Verden sind die Beschäftigten in zwölf Märkten von der Insolvenz betroffen. Sie haben zusammen mit mehr als 30.000 Kolleginnen und Kollegen ein Recht darauf mitzubestimmen, wie es mit dem Unternehmen weitergehen soll. Die Politik darf nicht zulassen, dass Anton Schlecker und seine Lieferanten allein über die Zukunft Zehntausender Arbeitsplätze entscheiden.

Um die Arbeitsplätze bei Schlecker zu retten, müssen der Besitzer Anton Schlecker, aber auch die Lieferanten und andere Einzelhandelsketten herangezogen werden. Sie waren die Profiteure des ungezügelten Wettbewerbs der vergangenen Jahre. Nach Zahlen der Bundesbank haben sich die Unternehmensgewinne im Einzelhandel in den vergangen Jahren fast verdoppelt, von 11,8 Milliarden Euro im Jahr 2000 auf 20,2 Milliarden Euro im Jahr 2010. Die Leidtragenden des brutalen Wettbewerbs waren die Beschäftigten, deren Löhne gesenkt oder deren Arbeitsplätze abgebaut wurden. Vor diesem Hintergrund ist die Haltung der Bundesregierung, sich nicht in das Insolvenzverfahren einzumischen, grundfalsch.“

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