18. November 2016

Rechnungsprüfungsausschuss nimmt Fehmarnsundbrücke unter die Lupe

Die Anfang der Sechzigerjahre errichtete Fehmarnsundbrücke ist marode. Der Bundesrechnungshof hatte die Deutsche Bahn beschuldigt, das Bauwerk jahrelang vernachlässigt zu haben. Ob das zutrifft, wollte nun auch der Rechnungsprüfungsausschuss wissen. Und machte sich am Donnerstag  vor Ort selbst ein Bild. Fazit: Die Kritik des BRH ist berechtigt. Die Hartnäckigkeit des Ausschusses habe Wirkung gezeigt, so das Ausschussmitglied Herbert Behrens. „Jetzt hat sich die Bahn bewegt.“ Die erst für 2021 geplante Investition in die Brücke wird teilweise vorgezogen. Mit fünf Millionen Euro sollen die Korrosionsschäden beseitigt werden. Außerdem hat die Bahn zugesagt, neben der geplanten Festen Fehmarnbeltquerung auch den Erhalt der Sundbrücke prüfen zu lassen. „Die Insel Fehmarn darf nicht abgehängt werden“, sagte Behrens.  Auch die Fährverbindung in die nordischen Länder dürfe nicht wegfallen.