22. November 2016

Delegation des Dialogforums Feste Fehmarnbeltquerung besucht Berlin

Am Montag war eine Delegation des Dialogforums Feste Fehmarnbeltquerung (FFBQ) zu Gast in Berlin. Thema war unter anderem der Lärmschutz an der geplanten Hochgeschwindigkeitstrasse der Bahn. Züge sollen künftig mit 200 Stundenkilometern gen FFBQ rasen. Im Heinrich-Hertz-Institut informierte sich die Delegation über die Auswirkungen unterschiedlicher Lärmschutzmaßnahmen. Das Institut simuliert mit High-Tech mögliche Schutzszenarien. An dem Termin nahmen auch Verkehrspolitiker des Bundestages wie Herbert Behrens teil. Die betroffenen Kommunen fordern durchgehenden Lärmschutz, auch für die 20 Kilometer Bestandsstrecke. Das ist dank eines im Januar 2016 gefassten Bundestagsbeschlusses in Ausnahmefällen möglich.

Projekt wird schöngerechnet

Die Delegation sprach mit den Bundespolitikern auch über das Thema Bahnübergänge. An Hochgeschwindigkeitstrassen sind ebenerdige Übergänge nicht zulässig, sie  müssen durch Brücken oder Tunnel ersetzt werden. Kritisiert wurde zudem, dass die Kosten für die Instandhaltung des Fährhafenanschlusses  und der Fehmarnsundbrücke nicht in den ohnehin schon astronomischen Kosten des FFBQ-Projekts enthalten sind. Die FFBQ ist mit 10,1 Milliarden Euro das derzeit teuerste Verkehrsprojekt Europas.

Abgasmanipulationen: Herbert Behrens im ARD-Morgenmagazin

Pkw schlucken weitaus mehr Sprit als von den Herstellern angegeben. Eine Studie der Umweltorganisation ICCT ergab, dass Autos im Durchschnitt 42 Prozent mehr Kraftstoff verbrauchen. Ermöglicht werde das durch „systematische Schlupflöcher“, so die Forscher.  Nicht nur VW habe manipuliert, sagte Herbert Behrens im Morgenmagazin. Sondern auch andere Autohersteller, die mit gleich schlechten Werten dabei seien. Angesichts der vorsätzlich geschönten Emissionswerte sei das Betrug. Video: Interview Morgenmagazin mit Herbert Behrens