

12.000 Menschen waren es, die am Sonnabend im Berliner Regierungsviertel ihrer Wut Luft machten über Fluglärm am Tag und in der Nacht sowie Planungen, in denen wirtschaftliche Gründe großes Gewicht haben, gesundheitliche aber keine. „Wir arbeiten schon seit 2009 mit den Lärmbetroffenen am Flughafen in Schönefeld zusammen und geben Unterstützung, wo wir auf der Bundesebene aktiv sein können“, sagt Herbert Behrens, in der Linksfraktion verantwortlich für Schifffahrt und Luftverkehr. Wenn es den Bürgerinitiativen gelinge, jetzt wieder so viele Menschen auf die Straße zu bringen, dann zeige das den nicht nachlassenden Widerstand gegen den Ausbau des Berliner Flughafens BER. „Wir werden den Bund als einen drei Anteilseigner auch in Zukunft an seine Verantwortung für die Gesundheit der Bevölkerung erinnern. Den Flughafen BER zum internationalen Drehkreuz zu machen, muss der Bund zurückweisen“, sagt Behrens.
Die SPD-LINKE-Landesregierung in Brandenburg hält an den Ausbauplänen für den Flughafen fest. Es solle ein Jobmotor werden, sagt Wirtschaftsminister Christoffers von der Linksfraktion. „Die Entscheidung aus den Jahren 1996, den Flughafen in Schönefeld zum internationalen Flughafen zu machen, war falsch und sie es noch. Damals entschieden sich auf Drängen der CDU die drei Anteilseigner Bund sowie die Länder Berlin und Brandenburg gegen den wesentlich menschen- und umweltgerechteren Standort in Sperenberg. Aus dem Vertrag auszusteigen, wird angesichts des Baufortschritts und der geplanten Inbetriebnahme Mitte 2012 kaum gelingen. Aber die Bürgerinnen und Bürger müssen den maximalen Schutz gegen Lärm bekommen und das Nachtflugverbot muss aus gesundheitlichen Gründen durchgesetzt werden“, fordert Herbert Behrens. Gregor Gysi kündigte auf der Demonstration die Unterstützung der LINKEN ein entsprechendes Volksbegehren an.
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